
Freesie
BeiwerkGanzjährig
Die Freesie ist eine duftende Frühlingsblume, an deren leicht zur Seite geneigtem Stielende sich kleine trompetenförmige Blüten aufreihen und nacheinander erblühen. Auf dem sanft wie ein Bogen gekrümmten Blütenstiel sitzen die Blüten alle in eine Richtung gewandt — eine eigenwillige Gestalt, die den unverwechselbaren Eindruck der Freesie vollendet. Ihr zarter und zugleich süßer Duft trägt weit; schon wenige Stiele im Strauß lassen einen ganzen Raum von Duft erfüllen, so deutlich ist ihre Präsenz. Als Zwiebelpflanze aus der Familie der Schwertliliengewächse stammt sie aus der Gegend um das Kap der Guten Hoffnung im südlichen Afrika, und man erzählt, ein deutscher Botaniker, der sich in diese Blume verliebt hatte, habe sie nach seinem Freund, dem Arzt Freese, benannt. Ihre Farben reichen von Gelb über Weiß und Rosa bis Violett, doch in Korea wird seit Langem am meisten die sonnenhelle gelbe Freesie geliebt, die vom Ende des Winters bis zum frühen Frühling blüht und die Tür zum neuen Schuljahr öffnet.
Die Geschichte der Bedeutung
Die Gelbe Freesie bedeutet „Unbeschwerte Ermutigung“. Ihr makellos klares Gelb und ihr sanft wehender süßer Duft gleichen einem Herzen, das rein wie ein Kind an der Seite eines Menschen steht und ihm Kraft gibt — daher kommt dieser Name. Eine heitere Ermutigung, die nichts erwartet und nichts abwägt, sondern jemandem einfach von Herzen alles Gute wünscht; und ihr Wesen fügt sich ganz natürlich zu der hellen Ausstrahlung, die der Freesie eigen ist. Dazu kommt ihre Art, gerade auf dem Weg vom Ende des Winters zur Schwelle des Frühlings zu blühen, weshalb die Freesie seit Langem als Blume gilt, die jemanden vor einem Neuanfang verabschiedet. Dass in Korea zu Abschluss- und Einschulungsfeiern unfehlbar Sträuße gelber Freesien den Besitzer wechseln, ist ein Bild, in dem dieses Blumenwort und das Gefühl der Jahreszeit ineinandergreifen. Denn kaum eine Blume passt so gut zu dem Wunsch, das Ende eines Schuljahrs zu feiern und den nächsten Schritt zu bestärken. Bei aller Verwandtschaft bedeutet die Weiße Freesie „Ein unschuldiges Herz“ und vertritt so, in einem anderen Ton als das Gelb, das Gefühl, wenn man eine schlichte, ungeschminkte Aufrichtigkeit überbringen möchte.
Bedeutungen nach Farbe
- Gelbe FreesieUnbeschwerte Ermutigung
- Weiße FreesieEin unschuldiges Herz
Wann verschenken
Die Freesie eignet sich wie kaum eine andere Blume, um sie einem Menschen zu reichen, der neu beginnt. Ganz ihrem Blumenwort „Unbeschwerte Ermutigung“ getreu: Legt man jemandem in einem Augenblick, der ein Kapitel schließt und das nächste öffnet — einem Abschluss, einer Einschulung, dem ersten Arbeitstag —, einen Bund gelber Freesien in die Arme, so überträgt sich leise ein Segen, der den weiteren Weg erhellt. In Abschlusssträußen, die nach Gelb und Orange verlangen, ist sie ein kaum wegzudenkendes Material und darum besonders am Platz, wo man eine helle, festliche Stimmung schaffen will. Als eine Blume von feinem Duft ist sie auch dort ein willkommener Griff, wo man sie lange bei sich behalten und den Duft gleich mitschenken möchte. Sie überbringt das Herz an Ihrer Stelle, wenn Sie eine Nichte oder einen jüngeren Freund vor dem neuen Schuljahr bestärken oder einem Kollegen auf dem Weg an eine neue Arbeitsstelle Kraft geben wollen. Möchten Sie eine ungeschminkte Aufrichtigkeit hineinlegen, so fügen Sie eine Weiße Freesie hinzu und reichen sanfte Ermutigung und klares Herz in einem Bund zusammengebunden.
Kombinationstipps
Die Freesie übernimmt im Strauß eine füllende Rolle und schafft zwischen runden Hauptblumen wie Rose und Gerbera einen beschwingten Rhythmus. Die kleinen, in eine Richtung aufgereihten Trompetenblüten zeichnen einen Fluss zwischen die großen Blüten, und schon wenige Stiele mehr bringen den Strauß zum Leben. Bei der Farbwahl gelingt es am sichersten, Töne derselben Temperatur zusammenzubinden. Die Gelbe Freesie ergibt neben warmen Blumen wie Sonnenblume und Gelber Gerbera einen sonnenhellen Frühlingsstrauß, und fügt man in kleiner Menge violette Iris oder Rittersporn als Komplementärfarbe hinzu, tritt das Gelb umso deutlicher hervor. Die Weiße Freesie ist in der Farbe genügsam und vollendet mit Weißer Tulpe oder Schleierkraut gebunden einen sanften, schlichten Strauß. Stützt man das Ganze mit ein, zwei Stielen langblättrigem Grün, so lebt die Linie der geraden Blütenstiele auf und das Gelb wirkt umso aufgeräumter. Statt nach vielen Farben zu greifen, wählt man lieber nur ein, zwei und lässt die frische Maserung der Freesie zur Geltung kommen — so wird ein Frühlingsstrauß klar und stimmig vollendet.